Erste Hilfe bei Angststörungen und Panikattacken im Alltag

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Angststörungen und Panikattacken können den Alltag erheblich beeinträchtigen und Betroffene vor große Herausforderungen stellen. Eine frühzeitige und effektive Erste Hilfe ist entscheidend, um die Symptome zu lindern und langfristige Bewältigungsstrategien zu entwickeln. In diesem Blogbeitrag werden praxisnahe Tipps und Techniken vorgestellt, die im Alltag helfen können, mit Angst und Panik umzugehen.

Wichtige Erkenntnisse

  • Erste-Hilfe-Techniken: Atemübungen und Achtsamkeit können akute Panikattacken mildern.
  • Langfristige Strategien: Regelmäßige Entspannungstechniken und Stressmanagement reduzieren die Anfälligkeit für Angstzustände.
  • Unterstützung durch Angehörige: Ein verständnisvolles Umfeld kann den Heilungsprozess positiv beeinflussen.
  • Professionelle Hilfe: Bei wiederkehrenden Panikattacken ist therapeutische Unterstützung ratsam.
  • Lebensstil-Anpassungen: Verzicht auf Koffein und Alkohol sowie regelmäßige Bewegung fördern das Wohlbefinden.
  • Selbsthilfegruppen: Der Austausch mit anderen Betroffenen bietet zusätzliche Unterstützung und Verständnis.

Sofortmaßnahmen bei akuten Panikattacken: Atemtechniken und Achtsamkeit

Panikattacken sind plötzliche, intensive Angstzustände, die von körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Zittern und Atemnot begleitet werden können. In solchen Momenten können gezielte Atemtechniken und Achtsamkeitsübungen helfen, die Kontrolle zurückzugewinnen und die Symptome zu lindern.

Atemtechniken zur Beruhigung

Eine bewusste Steuerung der Atmung kann das Nervensystem beruhigen und die Intensität einer Panikattacke reduzieren. Eine effektive Methode ist die 4-7-8-Atmung:

  • Einatmen: Atmen Sie langsam durch die Nase ein und zählen Sie dabei bis vier.
  • Atem anhalten: Halten Sie den Atem für sieben Sekunden an.
  • Ausatmen: Atmen Sie langsam durch den Mund aus und zählen Sie dabei bis acht.

Wiederholen Sie diesen Zyklus mehrmals, um eine beruhigende Wirkung zu erzielen.

Achtsamkeitsübungen zur Erdung

Achtsamkeit hilft, den Fokus auf den gegenwärtigen Moment zu richten und sich von angstauslösenden Gedanken zu distanzieren. Eine bewährte Technik ist die 5-4-3-2-1-Methode:

  • 5 Dinge sehen: Benennen Sie fünf Dinge in Ihrer Umgebung, die Sie sehen können.
  • 4 Dinge fühlen: Spüren Sie bewusst vier Dinge, die Sie berühren können, wie den Stoff Ihrer Kleidung oder den Stuhl, auf dem Sie sitzen.
  • 3 Dinge hören: Achten Sie auf drei Geräusche in Ihrer Umgebung.
  • 2 Dinge riechen: Identifizieren Sie zwei Gerüche, die Sie wahrnehmen.
  • 1 Geschmack: Konzentrieren Sie sich auf einen Geschmack in Ihrem Mund oder denken Sie an einen Lieblingsgeschmack.

Diese Übung kann helfen, sich im Hier und Jetzt zu verankern und die Kontrolle über die eigenen Sinne zurückzugewinnen.

Durch regelmäßiges Üben dieser Techniken können Betroffene lernen, Panikattacken effektiver zu bewältigen und ihre Lebensqualität zu verbessern.

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Langfristige Bewältigungsstrategien: Entspannungstechniken und Stressmanagement

Die langfristige Bewältigung von Angststörungen und Panikattacken erfordert effektive Entspannungstechniken und ein durchdachtes Stressmanagement. Durch regelmäßige Anwendung dieser Methoden können Betroffene ihre Stressresistenz erhöhen und die Häufigkeit sowie Intensität von Angstsymptomen reduzieren.

Entspannungstechniken

Entspannungstechniken sind essenziell, um das Nervensystem zu beruhigen und körperliche Anspannung abzubauen. Sie helfen, den allgemeinen Stresspegel zu senken und fördern ein Gefühl der Kontrolle über die eigenen Emotionen.

  • Progressive Muskelentspannung (PME): Diese Methode nach Edmund Jacobson beinhaltet das bewusste Anspannen und anschließende Entspannen verschiedener Muskelgruppen. Sie ermöglicht es, den Unterschied zwischen Anspannung und Entspannung zu spüren und gezielt Entspannung herbeizuführen.

  • Atemübungen: Gezielte Atemtechniken können das vegetative Nervensystem beeinflussen und eine schnelle Beruhigung herbeiführen. Ein Beispiel ist die 4-7-8-Atmung:

    • 4 Sekunden lang durch die Nase einatmen.
    • 7 Sekunden lang den Atem anhalten.
    • 8 Sekunden lang langsam und vollständig durch den Mund ausatmen.
  • Meditation und Achtsamkeit: Durch regelmäßige Praxis von Meditation und Achtsamkeitsübungen lernen Betroffene, Gedanken bewusst wahrzunehmen und loszulassen. Dies fördert innere Ruhe und Gelassenheit, was Stress und Angstgefühle deutlich reduzieren kann.

  • Sanftes Yoga: Die Kombination aus ruhigen Körperhaltungen, bewusster Atmung und Achtsamkeit im Yoga wirkt ausgleichend auf Körper und Geist. Sie steigert die Beweglichkeit und fördert innere Stabilität.

Stressmanagement

Ein effektives Stressmanagement ist entscheidend, um die Anfälligkeit für Panikattacken zu verringern. Dazu gehören:

  • Identifikation und Reduktion von Stressoren: Analysieren Sie, welche Stressfaktoren in Ihrem Leben vorhanden sind, und entwickeln Sie Strategien, um diese zu minimieren oder besser zu bewältigen.

  • Zeitmanagement und Priorisierung: Setzen Sie realistische Ziele, planen Sie bewusst Erholungsphasen ein und lernen Sie, Aufgaben zu delegieren. Dies hilft, Überforderung zu vermeiden und den Alltag strukturierter zu gestalten.

  • Soziale Unterstützung: Pflegen Sie regelmäßigen Kontakt zu Freunden und Familie. Offene Gespräche über Ihre Ängste können entlastend wirken und bieten emotionale Unterstützung.

  • Gesunde Lebensweise: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und genügend Schlaf. Diese Faktoren tragen maßgeblich zur Reduktion von Stress und zur Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens bei.

Die Integration dieser Entspannungstechniken und Stressmanagement-Strategien in den Alltag kann langfristig dazu beitragen, Angststörungen und Panikattacken besser zu bewältigen und die Lebensqualität zu erhöhen.

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Die Rolle von Angehörigen: Wie Unterstützung im Alltag helfen kann

Angehörige spielen eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung von Menschen mit Angststörungen und Panikattacken. Ihr einfühlsames Verhalten kann maßgeblich zur Bewältigung der Symptome beitragen und den Alltag der Betroffenen erleichtern.

Verständnis und Empathie zeigen

Es ist wichtig, die Ängste der betroffenen Person ernst zu nehmen und nicht zu bagatellisieren. Aussagen wie „Stell dich nicht so an“ oder „Reiß dich doch mal zusammen“ sind wenig hilfreich und können das Gefühl der Isolation verstärken. Stattdessen sollten Angehörige Verständnis zeigen und die individuellen Herausforderungen anerkennen.

Unterstützung in akuten Situationen

Während einer Panikattacke können folgende Maßnahmen hilfreich sein:

  • Ruhe bewahren: Eine ruhige Ausstrahlung vermittelt Sicherheit und kann beruhigend auf die betroffene Person wirken.
  • Atemtechniken anleiten: Gemeinsames langsames Ein- und Ausatmen kann helfen, die Atmung zu regulieren und die Panik zu mindern.
  • Präsenz zeigen: Angebotene Nähe kann unterstützend sein, sollte jedoch nicht aufdringlich wirken.

Förderung der Selbstständigkeit

Angehörige sollten darauf achten, die betroffene Person nicht in ihrem Vermeidungsverhalten zu bestärken. Stattdessen ist es hilfreich, sie behutsam zu ermutigen, sich angstauslösenden Situationen zu stellen, um positive Erfahrungen zu sammeln und die Angst langfristig zu reduzieren.

Offene Kommunikation und gemeinsame Aktivitäten

Ein offener Austausch über Ängste und Sorgen kann Missverständnisse vermeiden und das gegenseitige Verständnis fördern. Gemeinsame Aktivitäten, die Freude bereiten und entspannend wirken, können zudem helfen, Stress abzubauen und das Wohlbefinden zu steigern.

Eigene Grenzen erkennen

Es ist ebenso wichtig, dass Angehörige auf ihre eigene psychische Gesundheit achten. Der Umgang mit einer Person, die unter Angststörungen leidet, kann belastend sein. Daher sollten sie bei Bedarf selbst Unterstützung suchen, beispielsweise in Selbsthilfegruppen für Angehörige.

Durch einfühlsame Unterstützung, Geduld und Verständnis können Angehörige einen wertvollen Beitrag zur Bewältigung von Angststörungen und Panikattacken leisten und den Betroffenen helfen, ihren Alltag besser zu meistern.

Angehörige unterstützen Menschen mit Angststörungen, indem sie Verständnis zeigen, Ruhe bewahren und gemeinsam Atemtechniken üben, um Panik zu lindern.

Wann ist professionelle Hilfe notwendig? Therapieoptionen bei Angststörungen

Angststörungen und Panikattacken können das tägliche Leben erheblich beeinträchtigen. Es ist wichtig zu erkennen, wann professionelle Hilfe erforderlich ist und welche Therapieoptionen zur Verfügung stehen.

Anzeichen für die Notwendigkeit professioneller Hilfe:

  • Einschränkung des Alltags: Wenn Ängste dazu führen, dass soziale Aktivitäten, Beruf oder tägliche Routinen vermieden werden.
  • Hoher Leidensdruck: Bei anhaltendem emotionalem Stress oder dem Gefühl, die Kontrolle zu verlieren.
  • Begleitende Symptome: Das Auftreten von Depressionen, Schlafstörungen oder anderen psychischen Beschwerden.

Therapieoptionen bei Angststörungen:

  • Kognitive Verhaltenstherapie (KVT): Diese Therapieform hilft, negative Denkmuster zu erkennen und zu verändern. Sie ist besonders effektiv bei der Behandlung von Angststörungen.
  • Expositionstherapie: Hierbei werden Betroffene schrittweise mit angstauslösenden Situationen konfrontiert, um die Angstreaktion zu verringern.
  • Medikamentöse Behandlung: In einigen Fällen können Medikamente wie Antidepressiva oder Anxiolytika unterstützend eingesetzt werden.
  • Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie: Diese Methode zielt darauf ab, unbewusste Konflikte und frühere Erfahrungen zu bearbeiten, die zur Angst beitragen könnten.

Die Wahl der passenden Therapie sollte individuell erfolgen und kann eine Kombination verschiedener Ansätze beinhalten. Ein frühzeitiges Aufsuchen professioneller Hilfe erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung erheblich.

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Lebensstiländerungen zur Reduktion von Angstzuständen: Ernährung, Bewegung und Schlaf

Lebensstiländerungen in den Bereichen Ernährung, Bewegung und Schlaf können maßgeblich dazu beitragen, Angstzustände zu reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.

Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung versorgt den Körper mit essenziellen Nährstoffen, die für die psychische Gesundheit wichtig sind. Der Verzehr von frischem Obst und Gemüse, Vollkornprodukten, magerem Eiweiß und gesunden Fetten unterstützt das Nervensystem und kann helfen, Angstzustände zu mindern. Insbesondere Lebensmittel, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, wie Lachs, Walnüsse und Chiasamen, haben entzündungshemmende Eigenschaften und können die Stimmung positiv beeinflussen.

Es ist ratsam, den Konsum von Koffein und Alkohol zu reduzieren, da diese Substanzen das Nervensystem stimulieren und Angstgefühle verstärken können. Zudem sollte der Verzehr von stark verarbeiteten Lebensmitteln und Zucker eingeschränkt werden, da sie Blutzuckerschwankungen verursachen und das emotionale Gleichgewicht beeinträchtigen können.

Bewegung

Regelmäßige körperliche Aktivität wirkt sich positiv auf die psychische Gesundheit aus. Durch Bewegung werden Endorphine freigesetzt, die als natürliche Stimmungsaufheller fungieren und Stress sowie Angst reduzieren können. Empfohlen wird, mindestens 30 Minuten moderate Bewegung, wie z.B. zügiges Gehen, Schwimmen oder Radfahren, an fünf Tagen pro Woche in den Alltag zu integrieren.

Schlaf

Ausreichender und qualitativ hochwertiger Schlaf ist essenziell für die emotionale Stabilität und die Bewältigung von Angstzuständen. Schlafmangel kann die Fähigkeit zur Stressbewältigung beeinträchtigen und Angstgefühle verstärken. Es ist wichtig, regelmäßige Schlafenszeiten einzuhalten, das Schlafzimmer ruhig und dunkel zu gestalten und vor dem Zubettgehen auf stimulierende Aktivitäten zu verzichten.

Durch die bewusste Anpassung von Ernährung, Bewegung und Schlafgewohnheiten kann das Risiko für Angstzustände verringert und das allgemeine Wohlbefinden gesteigert werden.

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Selbsthilfegruppen und Online-Communities: Austausch mit anderen Betroffenen

Der Austausch mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen und Online-Communities kann für Menschen mit Angststörungen und Panikattacken eine wertvolle Unterstützung im Alltag bieten. Durch das Teilen von Erfahrungen und Strategien entsteht ein Gefühl der Gemeinschaft und des Verständnisses, das den Umgang mit der eigenen Situation erleichtern kann.

Vorteile von Selbsthilfegruppen

  • Gemeinschaftliches Verständnis: In Selbsthilfegruppen treffen Betroffene auf Menschen mit ähnlichen Erfahrungen, was zu einem tieferen Verständnis und gegenseitiger Unterstützung führt.
  • Austausch von Bewältigungsstrategien: Teilnehmer können effektive Methoden zur Angstbewältigung teilen und voneinander lernen.
  • Motivation und Ermutigung: Der Erfolg anderer kann als Ansporn dienen, eigene Fortschritte zu erzielen.
  • Aufbau eines sozialen Netzwerks: Neue Kontakte können helfen, Isolation zu überwinden und soziale Kompetenzen zu stärken.

Arten von Selbsthilfegruppen

  • Klassisch geleitete Gruppen: Fokus auf den Austausch über Symptome und Schwierigkeiten, oft mit einem Schwerpunkt auf gemeinsame Probleme.
  • Modern geleitete Gruppen: Betonung positiver Aspekte und Vermittlung wirksamer Techniken zur Bewältigung von Ängsten.

Online-Communities

Neben physischen Treffen bieten Online-Communities eine flexible Möglichkeit zum Austausch:

  • Deutsche Angst-Hilfe e.V.: Bietet Online-Selbsthilfegruppen an, die den Austausch von zu Hause aus ermöglichen.
  • Psychic.de: Ein Selbsthilfeportal mit Foren für Betroffene von Angst, Panikattacken und Phobien.

Lokale Angebote

Für diejenigen, die den persönlichen Kontakt bevorzugen, gibt es zahlreiche lokale Selbsthilfegruppen:

  • Münchner Angstselbsthilfe (MASH): Bietet 21 Selbsthilfegruppen für Betroffene von Angst und/oder Depression im Großraum München an.
  • Selbsthilfegruppe "Keine Panik vor der Angst": In Itzehoe für Menschen mit Angststörungen und Panikattacken.

Die Teilnahme an Selbsthilfegruppen oder Online-Communities kann eine wertvolle Ergänzung zur professionellen Therapie sein und Betroffenen helfen, ihren Alltag besser zu bewältigen.

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** Schließe dich einer Selbsthilfegruppe an und teile deine Erfahrungen mit anderen Betroffenen, um Unterstützung bei Themen wie Depression zu finden. **

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Welche Atemübungen helfen bei einer Panikattacke?

Bei einer Panikattacke können gezielte Atemübungen helfen, den Körper zu beruhigen und die Kontrolle zurückzugewinnen. Hier sind einige effektive Techniken:

1. 4-7-8-Atemtechnik:

  • Atmen Sie 4 Sekunden lang durch die Nase ein.
  • Halten Sie den Atem für 7 Sekunden an.
  • Atmen Sie 8 Sekunden lang langsam durch den Mund aus.
  • Wiederholen Sie diesen Zyklus mehrmals, um Entspannung zu fördern.

2. Bauchatmung:

  • Legen Sie eine Hand auf den Bauch.
  • Atmen Sie tief durch die Nase ein, sodass sich der Bauch hebt.
  • Atmen Sie langsam durch den Mund aus, wobei sich der Bauch senkt.
  • Konzentrieren Sie sich auf den Atemfluss und wiederholen Sie die Übung, bis Sie sich ruhiger fühlen.

3. Verlängerte Ausatmung:

  • Atmen Sie langsam durch die Nase ein und zählen Sie dabei bis 4.
  • Atmen Sie durch den Mund aus und zählen Sie bis 6.
  • Die längere Ausatmung aktiviert den Entspannungsmodus des Körpers.

Regelmäßiges Üben dieser Atemtechniken kann helfen, Panikattacken besser zu bewältigen und vorzubeugen.

Wie kann ich Stress im Alltag effektiv reduzieren?

Um Stress im Alltag effektiv zu reduzieren, können folgende Strategien hilfreich sein:

  1. Prioritäten setzen und Zeitmanagement verbessern: Identifizieren Sie die wichtigsten Aufgaben und planen Sie Ihren Tag entsprechend. Dies hilft, Überforderung zu vermeiden und den Fokus auf Wesentliches zu legen.

  2. Regelmäßige Pausen einlegen: Kurze Erholungspausen während des Tages ermöglichen es, den Geist zu entspannen und neue Energie zu tanken.

  3. Bewegung in den Alltag integrieren: Körperliche Aktivität, wie Spaziergänge oder Sport, hilft, Stresshormone abzubauen und das Wohlbefinden zu steigern.

  4. Entspannungstechniken anwenden: Methoden wie Atemübungen, Meditation oder progressive Muskelentspannung können helfen, den Geist zu beruhigen und Stress abzubauen.

  5. Soziale Kontakte pflegen: Der Austausch mit Familie und Freunden bietet emotionale Unterstützung und kann helfen, Stress zu reduzieren.

  6. Achtsamkeit praktizieren: Bewusstes Erleben des gegenwärtigen Moments kann helfen, den Geist zu beruhigen und Stress abzubauen.

Durch die Kombination dieser Ansätze können Sie Ihre Stressresistenz erhöhen und ein ausgeglicheneres Leben führen.

Welche Rolle spielt die Ernährung bei Angststörungen?

Die Ernährung spielt eine wesentliche Rolle bei der Entstehung und dem Verlauf von Angststörungen. Ein stabiler Blutzuckerspiegel ist entscheidend, da Schwankungen die Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol und Adrenalin fördern können, was Angstzustände verstärkt. Komplexe Kohlenhydrate, wie sie in Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten vorkommen, helfen, den Blutzuckerspiegel konstant zu halten.

Magnesium, oft als "Anti-Stress-Mineral" bezeichnet, unterstützt die Funktion des Nervensystems und wirkt beruhigend. Ein Mangel kann zu erhöhter Reizbarkeit und Angstgefühlen führen. Gute Magnesiumquellen sind Nüsse, dunkle Schokolade und grünes Blattgemüse.

Der Konsum von Koffein und Alkohol kann Angstzustände verschärfen. Koffein stimuliert das Nervensystem und kann Unruhe fördern, während Alkohol zwar kurzfristig entspannt, langfristig jedoch das Nervensystem destabilisiert.

Die Produktion des Neurotransmitters GABA, der entspannend wirkt, kann durch den Verzehr bestimmter Lebensmittel wie grüner Tee, fermentierte Produkte und Nüsse unterstützt werden.

Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Omega-3-Fettsäuren, B-Vitaminen und Antioxidantien ist, kann das Nervensystem stärken und zur Linderung von Angstsymptomen beitragen. Fettreicher Fisch wie Lachs, Hering und Makrele liefert Omega-3-Fettsäuren, während grünes Blattgemüse und Vollkornprodukte B-Vitamine enthalten.

Zusammenfassend kann eine bewusste Ernährung, die auf nährstoffreiche Lebensmittel setzt und stimulierende Substanzen meidet, einen positiven Einfluss auf Angststörungen haben.

Wann sollte ich einen Therapeuten aufsuchen?

Es gibt keine festen Kriterien für den Beginn einer Psychotherapie. Wenn Sie jedoch bemerken, dass Ihre Gedanken, Gefühle oder Verhaltensweisen Ihre Lebensqualität beeinträchtigen oder Sie unter erheblichem Leidensdruck stehen, kann eine Psychotherapie sinnvoll sein.

Anzeichen, die auf die Notwendigkeit einer psychotherapeutischen Unterstützung hindeuten können, sind:

  • Anhaltende Niedergeschlagenheit oder Antriebslosigkeit.
  • Übermäßige Ängste oder Panikattacken.
  • Schlafstörungen oder körperliche Beschwerden ohne erkennbare körperliche Ursache.
  • Soziale Isolation oder Rückzug von Aktivitäten, die Ihnen früher Freude bereitet haben.
  • Selbstzerstörerisches Verhalten, wie übermäßiger Alkohol- oder Drogenkonsum.

Wenn Sie solche Symptome bei sich feststellen, ist es ratsam, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Wie können Angehörige am besten unterstützen?

Angehörige können Indoor-Farming-Projekte auf vielfältige Weise unterstützen:

  • Finanzielle Unterstützung: Bereitstellung von Kapital für den Aufbau und Betrieb der Farm.

  • Fachliche Beratung: Einbringen von Wissen in Bereichen wie Gartenbau, Technologie oder Betriebsführung.

  • Netzwerkaufbau: Vermittlung von Kontakten zu potenziellen Partnern, Kunden oder Lieferanten.

  • Praktische Hilfe: Unterstützung bei täglichen Aufgaben wie Pflanzung, Pflege und Ernte.

  • Motivation und emotionaler Beistand: Förderung des Engagements und der Ausdauer durch positive Rückmeldungen und Unterstützung.

Durch diese Maßnahmen können Angehörige maßgeblich zum Erfolg eines Indoor-Farming-Projekts beitragen.

Gibt es Apps oder Online-Programme zur Unterstützung bei Angststörungen?

Ja, es gibt verschiedene Apps und Online-Programme, die Menschen mit Angststörungen unterstützen können. Hier sind einige Beispiele:

  • Mindable: Diese App bietet digitale Unterstützung bei Panikstörungen und Agoraphobie. Sie basiert auf Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie und umfasst Module wie Wissensvermittlung, Übungen zur Gewöhnung an Paniksymptome und ein Angsttagebuch.

  • Velibra: Ein webbasiertes Programm zur Unterstützung bei Panikstörungen mit oder ohne Agoraphobie. Es bietet Methoden und Übungen der kognitiven Verhaltenstherapie und ist zur Eigenanwendung für Betroffene ab 18 Jahren geeignet.

  • Invirto: Diese App nutzt Virtual-Reality-Technologie für die Behandlung von Angststörungen wie Agoraphobie, Panikstörung oder Sozialer Phobie. Die Konfrontation mit angstbesetzten Situationen erfolgt mithilfe einer VR-Brille für das Smartphone.

  • Selfapy: Bietet Online-Kurse für verschiedene psychische Erkrankungen, darunter generalisierte Angststörungen und Panikstörungen. Die Kurse basieren auf Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie und beinhalten interaktive Übungen sowie Strategien zum besseren Umgang mit den Beschwerden.

  • HelloBetter Panik: Ein Online-Programm, das sich gezielt an Menschen mit Panikstörung richtet. Es enthält Expositionsübungen und wird von fiktiven Beispielpersonen begleitet.

  • Rootd: Diese App bietet sofortige Hilfe bei Panikattacken und Angstzuständen. Sie umfasst Tools für richtige Atmung, eine Tagebuchfunktion und angeleitete Visualisierungen.

Viele dieser Anwendungen sind als Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) zertifiziert und können von Ärzt:innen verschrieben werden, sodass die Kosten von den Krankenkassen übernommen werden.